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letzter Beitrag 21 Jul 2003 11:56 von  Matthias Kreyes
Oeltemperaturen
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21 Jul 2003 11:56
    Hallo! Leider muß ich mich hier einmal selbst korrigieren !! Ich habe bisher immer die Meinung vertreten, daß der Plus-8 aufgrund des normalerweise relativ niedrigen Drehzahlniveaus keine Oeltemperaturprobleme hat, was mir auch von verschiedenen Leuten, die auch eine Menge Erfahrung mit dem Rover V-8 haben, bestätigt wurde. Nun muß ich nach einigen Messungen feststellen, daß schon nach recht kurzer Fahrt 80 Grad im Oelsumpf erreicht werden, was ja der günstigsten Betriebstemperatur entspricht. Ganz schnell geht es aber weiter auf 100 Grad, dann auf 120, und heute hatte ich bei scharfer Autobahnfahrt nach ca. 10 km 140 Grad, was schon besorgniserregend ist ! Ich wurde zu diesen Messungen von einigen Kunden veranlaßt, die mir von hohen Temp. berichteten. Ich habe dann Vergleichsmessungen mit einem "mobilen" Temp.-meßgerät gemacht, weil ich zuerst einmal von Fehlmessungen ausging, was aber eben nicht der Fall war. Bei den Autos handelte es sich um einen 3,9er mit ca. 10000 km Laufleistung, den ich auch selbst verkauft und eingebaut habe, einen neuen 4,6er (dto.) und einen anderen 3,9er mit 35000 km (der mit den 140 Grad). Zwei dieser Autos bekommen jetzt einen Oelkühler angebaut, und zwar einen "19-Reihen"-Kühler (braucht ein großer Motor) mit den dazu gehörigen 5/8"-Schläuchen und thermostatischer Regelung, so daß der Kühler erst ab 80 Grad "öffnet". Meine Vorbehalte zu den Oelkühlern rühren hauptsächlich daher, daß ich selten einen korrekten Ein- bzw. Anbau sehe, so daß ich bei so manchen eher ein Risiko wegen des schlechten Einbaus mit falschen oder falsch verlegten Schläuchen sehe, als daß der Motor einen vorzeitigen Hitzetod erleidet . Das sehe ich auch heute mit Einschränkung noch so. Auch werden selten die korrekten Leitungsquerschnitte verwendet und die Kühler auch oft zu klein gewählt. Es ist sicher auch nicht günstig, den Oelkühler vor den Wasserkühler auf die "Bottom Box" zu montieren, denn so erhält der in der Regel an der Grenze seiner Möglichkeiten operierende Wasserkühler zusätzlich noch richtig heiße Luft zur "Kühlung" serviert, mit den entsprechenden Folgen, wie man sich vorstellen kann . Hohe Oeltemperaturen sind übrigens nicht so von den Außentemperaturen abhängig, wie es bei den Wassertemp. der Fall ist, so daß ich davon ausgehe, daß sie auch in kühleren Jahreszeiten ein Problem darstellen werden. Viele Grüße, Matthias Kreyes


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    22 Jul 2003 11:35
    Hallo, ehrlich, mich hat`s auch ein wenig gewundert, was bei den Messungen herauskam. Fehler sind eigentlich ausgeschlossen, außer wenn alle elektrischen Instrumente total "daneben liegen" würden! Toleranzen von bis zu 10 Grad werden allerdings als normal angegeben, was die Werte aber auch nicht viel besser erscheinen läßt. Was tun? Erstens würde ich idealerweise ein Oelthermometer einbauen. Es gibt verschiedene Instrumente, die zu den Smith und VDO-Instrumenten passen. Am einfachsten sind elektrische, da man den Sensor der Einfachheit halber in die Ablaßschraube oder stattdessen einbauen kann. Besser ist es aber meines Erachtens, einen Sensor an anderer Stelle in der Oelwanne einzubauen, was dann natürlich bedeutet, daß die Oelwanne dafür abgebaut werden muß. Also, sollte die Oelwanne sowieso undicht sein...., dann kann man natürlich auch einen Adapter für einen "mechanischen" Fühler einbauen, die ich für genauer halte. Die dazu passenden Instrumente arbeiten mit einer Art "Kapillarrohr". Solche instrumente passen aber nur zu den Smith-Uhren, meine ich zumindest. Wenn man kein Instrument einbauen möchte, dann eben Messung mit einer provisorischen Meßeinrichtung, wie im ersten Beitrag erwähnt. Habe ich und sicherlich einige andere auch. Es nützt aber nichts, wenn man für die Messung von der z.B. Autobahn runter muß und zur nächsten AU-Station fährt, weil bis dahin schon wieder zuvilere Werte anstehen. Nächster Schritt: Sollten hohe Werte gemessen werden, dann Oelkühler (s.erster Beitrag!) Aber richtig!! Eine Oelkühleranlage kostet so ca. ab 300 Euro aufwärts; hängt von den verwendeten Schläuchen und Anschlüssen ab. Zu den Oelen: Alle mir bekannten Rover V-8 Spezialisten raten eindeutig zu "dickeren" Oelen, wie z.B. das "klassische" 20W-50. Normalerweise tut`s ein ganz normales Mineraloel, also nichts "High-Techiges" wie "Leichtlaufoele" (0W-30 u.a.) etc. Es gibt auch gute teilsynthetische Oele, wie z.B. 15W-50 oder auch 20W-50. Man sollte nicht der nächst besten "Tankstelle" vertrauen, denn die raten einem garantiert zu einem modernen Oel, weil sie i.d.R. gar nichts anderes haben und natürlich auch nichts von den "Besonderheiten" einer Rover V-8 Maschine wissen. Natürlich entsteht mit einem modernen Oel nicht direkt ein "Schaden", aber die Aussichten dafür sind schon größer! Viele Grüße, Matthias Kreyes


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    23 Jul 2003 10:34
    Hallo P.Wilhelm, im Prinzip ist das natürlich richtig, es gibt Wärmestrahlung und Wärmeströmung - aber soviel wie eine "tote, verrippte Ölwanne" bringt ein Ölkühler ohne "Anströmung" immer noch, nämlich mehr als überhauptnix ! Hier sind wir beim Thema "Fussbodenheizung" wo der Wirkungsgrad von der "Abendkleidlänge" der weiblichen Gäste und der Walzerschrittlänge abhängig ist. Sorry, hier kommt der Process-Engineer durch ! :-))) Have a lot of fun with your Morgen Alfred


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    26 Jul 2003 12:03
    Hallo Peter, habe mittlerweile die "Motor-Klassik" auch gelesen. Im Jaguar E-"Besser machen" Bericht wurde von 180 Grad im Hauptoelkanal berichtet, was ja nicht der Temp. in der Oelwanne entspricht! 180 Grad in der Oelwanne bedeutet garantierten Motortod; im übrigen zeigt kein mir bekanntes Meßgerät für den Armaturenbretteinbau solch hohe Werte an. mit den besten Wünschen auf ein langes Motorleben,


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    29 Jul 2003 12:07
    Hallo Peter, 1. Zum Öltemperaturinstrument: Dieses mechan. Instrument hat eine Spiralleitung die zum Instrument führt. Wird diese Leitung auf die Temperatur die in der Ölwanne anliegt aufgeheizt ANTWORT:Nein! 2. Hat der 4,6 Liter Morgan die größere Wanne & gibt es dazu eine Ersatzteilnummer? ANTWORT:Alle "neueren" Morgan +8 hatten eine RR-Blech-Oelwanne, also auch der 4,6er. Kannst Du von mir, oder auch anderen haben, allerdings nicht ab Lager. 3. Habe bei Racimex einen 19 reihigen Kühler gefunden Preis: ca 127 € + Kosten für Leitung. Ist dieser Kühler geeignet oder gibt es besseres? Wenn ja was. ANTWORT: s. einen meiner Beiträge. Ich verwende ebenfalls 19 Reihen-Kühler mit den richtigen Anschlüssen. Preis ähnlich. Beachte, daß Du unterschiedliche Schläuche verwenden kannst etc. 4.Austauch der Feder in Ventil? Wo sitzt die und weshalb ist eine stärkere besser?ANTWORT:Eine stärkere muß nicht "besser" sein; sie hebt lediglich den Oeldruck um etwa 10 lbs, was evtl. nach Einbau eines Oelkühlers ratsam sein könnte (wenig eigene Erfahrung-sorry!). Viele Grüße, Gruß


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    29 Jul 2003 09:55
    Hallo Klaus, Du erinnerst Dich sicher, daß mein Grund für den Ratschlag zum Ausbau des Kühlers der war, daß das "Layout" der Installation nicht gerade vorbildlich ist und die zu kleinen Schlauchdurchmesser vielleicht oder wahrscheinlich der Grund für den niedrigen Oeldruck sind (was auch darauf angesprochene Rover V-8 "Tuner" sagen). Viele Grüße


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    31 Jul 2003 11:10
    Hallo, Peter. Habe bei Spirig nachgesehen. Die niedrigste Menge, die sie verschicken, wären 15 solcher Streifen. Könnte man sich da nicht zusammentun? Klaus


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    05 Aug 2003 09:41
    Hallo, diese Aral-Broschüre kenne ich auch. Andere sind bei diesen Angaben etwas zurückhaltender und sprechen von kritischen Temp. bereits ab 120 Grad. Egal aber, wo die kritische Temp. anfängt: Höhrere Oeltemperaturen verursachen höheren Verschleiß, zuerst beim Oel, was man dann häufiger wechseln muß, und später beim Motor, den man ja auch wechseln kann, leider zu etwas höheren Kosten ! Good Luck!


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    26 Aug 2003 02:18
    nachdem matthes nun den ölkühler mit thermostat eingabaut ist sind die probleme gelöst! nach ca 1.000 mls und sehr flotter fahrt ( ca 4.000U/min) bei grosser hitze (> 30 grad) kratzte die thermometer-nadel gerade mal an der 90 grad-marke. übrigends: angenehmer nebeneffekt: auch die wassertemp. ist etwas geringer! jetz künne mer widder jass jevve!


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    05 Apr 2004 11:25
    Hallo, nochmal zum Thema: Das Aufkleben von Thermostreifen läßt mit Sicherheit keine Rückschlüsse auf die Temp. des Oels in der Oelwanne zu, jedenfalls keine brauchbaren! Man muß schon das Oel direkt messen und das am besten in der Oelwanne, nicht an der Oelpumpe. Ein elektrisches Smith-Instrument muß im übrigen unbedingt über den Spannungskonstanthalter geschaltet werden, andernfalls werden die Werte falsch sein. Wie ich ebenfalls schon mal geschrieben habe, ist der Einbau des Gebers ohne große Probleme in die Ablaßschraube möglich, wozu ja dann nicht die Oelwanne abgebaut werden muß. Ansonsten siehe meine vorherigen Beiträge, wer möchte. Achso: Die neueren Oelwannen werden mit Silikon montiert, ohne Dichtung. Ich bevorzuge allerdings die Montage mit Dichtung, beidseitig mit Silikon eingebaut. Viel Erfolg!
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