
Am 11. Juni 2010 hat Morgan in einer Presseerklärung die ersten Details zu dem neuen 2+2 Modell bekannt gegeben. Es handelt sich um ein viersitziges Coupé, inspiriert durch die British Sports Saloons der 50er Jahre.
Mit dem Start des Aero SuperSports hatte Morgan angekündigt, alle 2 Jahre ein neues Nischenmodell auf den Markt zu bringen. Das kann ein Elektrosportwagen, ein Wochenendspaßauto oder jetzt dieses Modell, der Morgan EvaGT, für die junge Familie sein. Diese Flut von Neuentwicklungen ist schon eine Sensation für ein Unternehmen, das die letzten 50 Jahre im Wesentlichen nur ein Modell, wenngleich auch mit unterschiedlichen Motorisierungen gebaut hat.
Die Weltpremiere ist am 15. August in Carmel-Kalifornien, anlässlich des 60. Pebble-Beach-Concours.
Deutschlandpremiere feiert das Modell im Oktober bei Morgan Flaving im Düsseldorfer Meilenwerk. In diesem Rahmen findet auch unsere Jahreshauptversammlung satt.
Der Morgan EvaGT setzt die Erfahrung, die Morgan mit dem Aero, AeroMax und Aero SuperSports sammeln konnte, konsequent in dieser Neuentwicklung ein. Das Chassis basiert auf der Weiterentwicklung des geklebten und gebackenen Aluminium Chassis (siehe auch Morgan-Post 85) des Aero SuperSports und stimmt mit den amerikanischen und europäischen Sicherheitsvorschriften überein. Die Karosserie ist wieder in der Superform-Aluminium-Druckluft-Technik erstellt.
Der Antrieb kommt von BMW, ein 6-Zylinder Reihen-Doppelturbo mit 306 PS und 400NM Drehmoment. Natürlich ist er Euro 5 und 6 kompatibel. Als Getriebe gibt es wahlweise 6-Gang manuell oder automatische Schaltung, Der Morgan EvaGT wiegt nur 1250 KG und daher sind auch die Fahrleistungen mit 4,5 Sek. Beschleunigung auf 100km/h und 273 km/h Spitzengeschwindigkeit nicht verwunderlich. Der Antrieb erfolgt über die Hinterachse.
Der Morgan EvaGT kommt wieder in einer limitierten Serie ab Mitte 2012 auf den Markt.
Die Optik lässt sich auf der veröffentlichten Designstudie nur erahnen. Von vorne wird er, wenn auch verändert, immer noch ein Morgan sein, von hinten soll er ähnlich einem Aston-Martin aussehen.
Mit einer Anzahlung von 5000 Euro kann man sich jetzt schon einen „Build Slot“ sichern.
Der in der ersten Pressenotiz genannte Preis von 40000 Pfund wird nicht mehr erwähnt, man spricht jetzt von einem wettbewerbsfähigen Preis für Autos dieser Klasse.
Ich denke bei der eingesetzten Technologie, Chassis, Superform-Karosse, Antrieb usw. wird letztendlich ein Preis mit Rücksicht auf die Zielgruppe „Junge Familie“ von knapp unter 100000 Euro herauskommen.